Auf zu neuen Ufern – der Beginn meines Masterstudiums in …?

Wer will ich eigentlich sein?

So eine philosophische Eingangsfrage. Ich habe entschieden, mir über diese Frage mehr Gedanken zu machen als über die Frage „Wer bin ich eigentlich?“. Der Grund war ein TED-Talk zum Thema „How to make hard choices“ von Ruth Chang. Denn ich stand vor einer sehr schwierigen Entscheidung. Anfang des Jahres entschloss ich mich dazu, noch einmal die Chance zu nutzen, im Ausland zu leben und bewarb mich für zwei Masterstudiengänge auf dem Gebiet Interaktions- und User Experience Design in Malmö und Amsterdam. Im Nachhinein wünsche ich mir ein wenig, ich hätte keine Wahl gehabt und nur eine einzige Bewerbung abgeschickt, denn beide Bewerbungen bekamen eine positive Antwort und ich musste eine Entscheidung treffen.

Schwierige Entscheidung werden erst dadurch schwierig, dass die Optionen die man hat ähnlich gut sind. Wäre eine Option besser als die anderen, wäre es keine schwierige Entscheidung. Pro-Contra-Listen ergeben, dass beide Optionen ihre Vor- und Nachteile haben und im Endeffekt auf eine fast gleiche Punktzahl kommen. Auch das Experiment Münze werfen und schauen wie zufrieden man mit dem Ergebnis ist half nicht weiter. Eine Umfrage im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis brachte keine Eindeutige Tendenz. Anstatt zu versuchen, herauszufinden, welche Option „besser“ ist, stellte ich mir, nachdem ich den TED-Talk gesehen hatte, eher die Frage: „Welche Option passt dazu, wer ich sein will?“. Denn schwierige Entscheidungen sind laut Chang eine Chance, die eigene Persönlichkeit zu formen und zu entwickeln. Ich entschied mich dafür, jemand zu sein, der neue Dinge entdeckt und sich Herausforderungen stellt und viel Neues lernen will. Die Wahl fiel auf Amsterdam, eine neue Stadt in einem neuen Land, mit der Aussicht darauf, eine weitere Sprache zu lernen.
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Checklist: Wohnungssuche – Check!

Noch 27 Tage bis zur Ankunft in Malmö.

Inzwischen habe ich bei mind. 10 Wohnungen in Malmö Interesse angemeldet (die Portale auf die ich mich beschränkt habe waren boplatssyd und bopunkten, die natürlich auch beide nicht kostenlos waren…). Nach den ersten, nicht unerwarteten Absagen bekam ich schließlich eines Sonntag morgens um 04:50 Uhr eine vielversprechende E-Mail mit der Bitte um Rückmeldung, falls ich noch Interesse habe, in der mir die Wohnungsdaten erneut mitgeteilt wurden und zusätzlich auch Bilder der Wohnung angehängt waren. Sofort nach dem Aufwachen checkte ich wie an jedem Tag zu dieser Zeit meine Mails und war sofort hellwach, hoffnungsvoll und aufgeregt. Super Lage, super Preis, super Wohnung – super geil! Die erste erreichbare Person war Nele (Familie? Ja, aber da hätte ich doch aufstehen müssen!) und wurde sogleich Opfer meines enthusiastischen Gemüts. Ich schickte ihr die Mail und die Bilder und kam gar nicht richtig zur Ruhe, bis sie mir einen Link einer Hotelseite in Toronto schickte, auf der Fotos der Hotelzimmer präsentiert wurden. Es stellte sich heraus, dass ich ein Schlafzimmer bekommen würde, das exakt genau so aussieht, wie die Schlafzimmer des Hotels in Toronto – was für ein Zufall aber auch! Doch damit nicht genug – auch der Schreibtisch und die Bilder schienen aus Toronto nach Malmö verfrachtet worden zu sein.

Die Moral von der Geschicht? Es gibt mehrere.

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Mein Auslandssemester: Der erste Schritt…

Hallo ihr Lieben :)

Hier geht es also los, mit dem Auslandsblog. Hier werde ich ein halbes Jahr lang meine (größtenteils hoffentlich schönen) Erfahrungen in Schweden festhalten. Aber für den Fall, dass sich in einem Jahr jemand hierher verirrt, der selber gerne ein Auslandssemester in Malmö machen möchte, werde ich denke ich auch den ganzen Bewerbungsprozess und die Organisation und Vorbereitung ein wenig beschreiben.  Ich guck mal :)

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