Ein Auszug aus der kleinen eigenen Digital Design Bibliothek

Hochschule in Amsterdam – Back to school again!

Guten Tag ihr Lieben! Ich befinde mich gerade im Zug von Almere nach Groningen, auf meinem Weg nach Deutschland. Das Wochenende verbringe ich nämlich bei meiner Familie. Die Zeit im Zug nutze ich, um einen neuen Blogbeitrag zu schreiben, den ich hoffentlich bis Sonntag fertigstellen kann! Ich möchte ein wenig von der ersten Woche an der Hochschule erzählen, die chaotisch und anstrengend, aber auch interessant und spannend war.

Es geht für mich nun also tatsächlich wieder los mit dem Studium. Am Montagmorgen des dritten Septembers packe ich meinen Rucksack das erste Mal seit drei Jahren wieder für die Uni – wobei ich um ganz korrekt zu sein, Hochschule schreiben muss. University of Applied Sciences beinhaltet zwar auch das Wort Universität, doch auf Holländisch sagen sie ebenfalls „Hogeschool“, also belassen wir es bei Hochschule. Google Maps angeschmissen, schwinge ich mich aufs Rad, fahre zum Fluss und dann immer am Wasser entlang, bis zur Hochschule am Bahnhof Amsterdam Amstel. Es dauert etwa zwanzig Minuten. Wenn man die Suche für den Fahrradparkplatz nicht mitrechnet… Continue reading

Grachten von Amsterdam

The ISN Amsterdam Summer Introduction for International Students

Hallo September! Kaum zu glauben, dass ich vor über zwei Wochen die Koffer gepackt habe – die Zeit vergeht so schnell! Das liegt unter anderem daran, dass die zwei Wochen, die ich bisher hier verbracht habe, voll von Treffen und Veranstaltungen waren. In der ersten Woche nach meiner Ankunft fand die ISN Summer Introduction Week statt von der ich ein wenig berichten möchte. Außerdem wurde in dieser Woche auch mein Zimmer renoviert, sodass ich jetzt endlich richtig auspacken und damit anfangen kann, mich einzurichten!

The ISN Summer Introduction

Das ISN (International Student Network) Amsterdam ist ein von Studenten geführter, gemeinnütziger Verband und Teil des ESN (Erasmus Student Network), dem ich auch die tolle Einführungszeit in Malmö verdanke. Für rund 800 Studenten organisierten die Veranstalter die Summer Introduction, für die die Teilnahmegebühr 75€ betrug. Das finde ich ganz schön viel, besonders wenn ich daran denke, dass die Einführungswoche in Malmö kostenlos war. Andererseits ist es mir sehr wichtig, hier möglichst früh Kontakte zu knüpfen, da ich mich nicht länger einsam fühlen möchte. Also bitte – 75€ für vier Tage Summer Introduction. Continue reading

Anfahrt Delmenhorst - Amsterdam

Ankunft in Diemen – Aller Anfang ist schwer

Hallo ihr Lieben! Ich hatte gehofft, mich bereits früher aus Diemen melden zu können, aber die ersten Tage waren etwas holpriger als erwartet. Woran das liegt, erfahrt ihr in aller Ausführlichkeit in diesem Beitrag. Nichtsdestotrotz komme ich so langsam dazu, mich einzuleben und der Trubel legt sich immer mehr, sodass ich mir nun die Zeit nehme, ein wenig zu berichten, wie es mir bisher erging.

Das erste Wochenende in Diemen

Freitag, 17. August 2018 – Ankunft im Wohnheim

Ich betrete eines der fünf Gebäude mit 15 Stockwerken in der Straße Rode Kruislaan in Diemen. Das erste, was mir auffällt: Es riecht nicht sehr gut im Treppenhaus. Da ich im ersten Stock wohne, warten wir nicht auf den Aufzug sondern nehmen die Treppe. Die Tür zum Floor 1203, in dem sich mein Zimmer befindet, lässt sich mit einem Chip öffnen. Der Korridor ist sehr schmal, viel schmaler als es der in Malmö war. Ich vergleiche alles mit Malmö, ich kann nicht anders. Mein Zimmer hier hat die Bezeichnung BK3. Damit lautet meine Adresse also: Rode Kruislaan 1203 BK3 in 1111XB, Diemen, the Netherlands. Ich öffne die Tür zu meinem Zimmer und werde mit der Tatsache konfrontiert, dass ich das kommende Jahr in einem 12 Quadratmeter großen Zimmer in einem Hochhaus am Stadtrand von Amsterdam verbringen werde. Continue reading

Auf zu neuen Ufern – der Beginn meines Masterstudiums in …?

Wer will ich eigentlich sein?

So eine philosophische Eingangsfrage. Ich habe entschieden, mir über diese Frage mehr Gedanken zu machen als über die Frage „Wer bin ich eigentlich?“. Der Grund war ein TED-Talk zum Thema „How to make hard choices“ von Ruth Chang. Denn ich stand vor einer sehr schwierigen Entscheidung. Anfang des Jahres entschloss ich mich dazu, noch einmal die Chance zu nutzen, im Ausland zu leben und bewarb mich für zwei Masterstudiengänge auf dem Gebiet Interaktions- und User Experience Design in Malmö und Amsterdam. Im Nachhinein wünsche ich mir ein wenig, ich hätte keine Wahl gehabt und nur eine einzige Bewerbung abgeschickt, denn beide Bewerbungen bekamen eine positive Antwort und ich musste eine Entscheidung treffen.

Schwierige Entscheidungen werden erst dadurch schwierig, dass die Optionen die man hat ähnlich gut sind. Wäre eine Option besser als die anderen, wäre es keine schwierige Entscheidung. Pro-Contra-Listen ergeben, dass beide Optionen ihre Vor- und Nachteile haben und im Endeffekt auf eine fast gleiche Punktzahl kommen. Auch das Experiment Münze werfen und schauen wie zufrieden man mit dem Ergebnis ist half nicht weiter. Eine Umfrage im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis brachte keine eindeutige Tendenz. Anstatt zu versuchen, herauszufinden, welche Option „besser“ ist, stellte ich mir, nachdem ich den TED-Talk gesehen hatte, eher die Frage: „Welche Option passt dazu, wer ich sein will?“. Denn schwierige Entscheidungen sind laut Chang eine Chance, die eigene Persönlichkeit zu formen und zu entwickeln. Ich entschied mich dafür, jemand zu sein, der neue Dinge entdeckt und sich Herausforderungen stellt und viel Neues lernen will. Die Wahl fiel auf Amsterdam, eine neue Stadt in einem neuen Land, mit der Aussicht darauf, eine weitere Sprache zu lernen.
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Wo bin ich denn hier gelandet?

Eine fantastische Entdeckung! Überraschend grün hier muss ich sagen! Alle möglichen Bäume sehe ich hier, mit vielen kleinen Blättern, verschiedenste Palmen, Farne, Nadelbäume, Büsche mit Blüten in leuchtenden Farben, Nadelbäume! Hättet ihr gedacht, dass die hier Nadelbäume haben? Ich meine ich habe mir nicht wirklich viele Gedanken darüber gemacht, aber ich war überrascht, hier so viele Nadelbäume zu sehen! Die Pflanzen hier finde ich super interessant und wunderschön. Und auch wenn man die Augen schließt, merkt man, dass man quasi in einer anderen Welt ist. Ich habe mich fast ein bisschen gefühlt, wie im Film Avatar, als Jake das erste Mal auf Pandora landet. Die Tiere, besonders die Vögel! Ganz andere Gesänge, ganz fremd! Sowas habe ich vorher noch nie gehört, das war fantastisch.

Aber natürlich ist alles auch etwas merkwürdig, weil alles verkehrt herum ist! Man fährt auf der falschen Straßenseite, das Lenkrad ist auf der falschen Seite, wenn man die Straße überquert muss man zuerst in die falsche Richtung gucken! Sehr gewöhnungsbedürftig. Auch mein Körper wollte sich nicht so recht daran gewöhnen, dass alles anders herum ist. Nachmittags nur kurz hinlegen kann dann auch gut mal drei Tage hintereinander bedeuten erst um Mitternacht aufzuwachen, was zu snacken, eine Weile wach verbringen und dann bis halb 6 morgens wieder zu schlafen. Wie gut, dass in Deutschland alle wach sind, wenn hier alle schlafen. Das wäre sonst echt langweilig gewesen. Neben der Müdigkeit merke ich den Jetlag auch daran, dass ich morgens wenig Appetit habe und ab und zu einen grummeligen Magen bekomme. Mein Bauch will ganz offenbar zu anderen Zeiten versorgt werden… Continue reading