Auf zu neuen Ufern – der Beginn meines Masterstudiums in …?

Wer will ich eigentlich sein?

So eine philosophische Eingangsfrage. Ich habe entschieden, mir über diese Frage mehr Gedanken zu machen als über die Frage „Wer bin ich eigentlich?“. Der Grund war ein TED-Talk zum Thema „How to make hard choices“ von Ruth Chang. Denn ich stand vor einer sehr schwierigen Entscheidung. Anfang des Jahres entschloss ich mich dazu, noch einmal die Chance zu nutzen, im Ausland zu leben und bewarb mich für zwei Masterstudiengänge auf dem Gebiet Interaktions- und User Experience Design in Malmö und Amsterdam. Im Nachhinein wünsche ich mir ein wenig, ich hätte keine Wahl gehabt und nur eine einzige Bewerbung abgeschickt, denn beide Bewerbungen bekamen eine positive Antwort und ich musste eine Entscheidung treffen.

Schwierige Entscheidungen werden erst dadurch schwierig, dass die Optionen die man hat ähnlich gut sind. Wäre eine Option besser als die anderen, wäre es keine schwierige Entscheidung. Pro-Contra-Listen ergeben, dass beide Optionen ihre Vor- und Nachteile haben und im Endeffekt auf eine fast gleiche Punktzahl kommen. Auch das Experiment Münze werfen und schauen wie zufrieden man mit dem Ergebnis ist half nicht weiter. Eine Umfrage im Familien-, Freundes- und Kollegenkreis brachte keine eindeutige Tendenz. Anstatt zu versuchen, herauszufinden, welche Option „besser“ ist, stellte ich mir, nachdem ich den TED-Talk gesehen hatte, eher die Frage: „Welche Option passt dazu, wer ich sein will?“. Denn schwierige Entscheidungen sind laut Chang eine Chance, die eigene Persönlichkeit zu formen und zu entwickeln. Ich entschied mich dafür, jemand zu sein, der neue Dinge entdeckt und sich Herausforderungen stellt und viel Neues lernen will. Die Wahl fiel auf Amsterdam, eine neue Stadt in einem neuen Land, mit der Aussicht darauf, eine weitere Sprache zu lernen.
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