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Zwei Monate in Malmö – Zeit für ein Touristen-Wochenende!

Plan B: Touri-Guide in Malmö und Kopenhagen werden!

Das Wochenende war super!! :) Nach zuverlässiger Verspätung der Deutschen Bahn kamen Kathi und Yannic ein paar Stunden später als geplant mitten in der Nacht an! Zusammen mit einem vierköpfigen, internationalen und obendrein angetrunkenen Empfangskomitee holte ich die beiden am Bahnhof ab. Am Samstag hieß es erst mal ausschlafen und Aufbackbrötchen frühstücken bevor wir uns auf den Weg auf eine kleine Tour durch Malmö machten :) Das Wetter hat super mitgespielt – es war sonnig, warm und damit richtig untypisch für Schweden quasi!

Vom Bahnhof aus ging es auf den Stortorget (großer Platz) und in die Altstadt zum Lilla torg (kleiner Platz). Nach kurzem Schlendern durch die Innenstadt holten wir zehn Kanelbullar (Zimtschnecken) Tagesproviant beim 7eleven, weil es da die besten gibt und 10 im Angebot waren, setzten uns dann beim Studentcentrum ans Wasser und dort aßen Kathi und Yannic die ersten Kanelbullar in ihrem Leben :) Wie richtige Touries knipste Kathi auf dem Weg jedes ansehnliche Gebäude, jede Statue, mich, sich, Yannic, uns alle, Möwen, Leuchttürme, Kanelbullar, schwedische Laternen und und und, sodass ich in diesem Beitrag wahrscheinlich so viele Bilder wie bisher in keinem zeigen werde :D <3 Los gehts!

Yannic und Kathi mit einer schwedischen Laterne

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Stortorget

Lilla Torget

Form & Design Center

Gamla Stan

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Erste Fika!

Erste Kanelbulle :D

Vom Studentcentrum ging es dann zu meiner Fakultät (“Guckt mal, ich hab Vorlesung in einem Boot!”), von dort aus zum Turning Torso und zur Holzterrasse am Meer :) Hier gab es direkt die zweite Fika des Tages (die erste war ja schon wieder über eine halbe Stunde her). Am Meer lässt es sich gerade bei Sonne sehr gut aushalten, sodass es eine Weile dauerte, bis wir die Tour fortsetzten und zum Scaniaparken gingen, wo wieder Musik lief. Zuerst wurden hier wieder fleißig Touri-Fotos im “Ich stütze den Turning Torso”-Stil geknipst. Im Gras liegend genossen wir dann die Klänge und die leichte Brise. Wieder an der Holzterrasse vorbei ging es dann zur “Titanic”, dem kleinen Vorsprung, an dem die Schlösser hängen. Eigentliches Ziel war aber der Ribersborg-Strand :) Langsam nährte sich die Sonne dem Horizont und den Sonnenuntergang wollten wir am Strand anschauen. Von der Zeit her hat es perfekt gepasst und wir sahen einen wunderschönen Sonnenuntergang an. Kaum war die Sonne weg wurde es aber auch unglaublich kühl, sodass wir uns wieder auf den Weg ins Wohnheim machten. Dort gab es Pasta und abends schauten wir uns gemeinsam die gemachten Fotos an, hörten Musik und dann war es langsam Zeit zu schlafen, da das Programm für den nächsten Tag sehr früh anfangen würde.

Turning Torso

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Selfiiieee

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Köpenhamn

Sonntag, halb 10 in Malmö: Elf liebe Menschen aus der ganzen Welt machen ein Gruppenselfie am Gleis während sie auf den Zug nach Kopenhagen warten! Glücklicherweise hatten wir einen Stadtplan und eine Person, die sich etwas in Kopenhagen auskennt dabei. Ab in die Innenstadt, wo wir feststellen, dass die Geschäfte erst um 11 Uhr aufmachen, aber Fotos kann man ja trotzdem machen! Wehmütig stehen drei von uns vor dem Disneyladen, hinter dessen Türen sich Frozen-Olaf-Kuscheltiere stapeln. Wir beschließen es später noch mal zu versuchen. Stattdessen gehen wir Kopenhagen von oben entdecken, also alle Treppenstufen hoch in einem hohem Turm. Mit Blick über die Stadt planen wir unsere Route. Erster Punkt auf der Liste: Die Brasilianische Botschaft, zu der Marcela muss, weil in Brasilien gewählt wird.

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Endlich die Botschaft gefunden überlegten wir, wo wir etwas zu Mittag essen wollten. Plan A: V.E.S.P.A. in 700m Entfernung nördlich. Angekommen, festgestellt, dass es geschlossen hat. Plan B: Straße zurücklaufen und hoffen, dass man irgendwo Pizza bekommt. Das klingt hier alles gar nicht so anstrengend wie es war! Unsere Füße taten weh, wir hatten richtig Hunger und wo man unter der Woche Pizza bekam stand man nur vor verschlossener Tür! Es war dramatisch. Das führte dazu, dass einige von uns letztendlich Wurst mit Ketchup in Brötchen zum Festmahl deklarierten. Doch schließlich fanden wir tatsächlich einen Ort an dem wir Pizza kaufen konnten! Mit zwei Tüten voller Pizza-Kartons gingen wir die Straße entlang zum Nyhavn (neuer Hafen), einer Sehenswürdigkeit in Kopenhagen (so viele schöne bunte Häuser <3), an dem wir uns hinsetzten und speisten! Glücklicher Zufall war, dass direkt vor unserer Nase in ein paar Minuten eine Bootstour durch Kopenhagen starten würde. Die erste Touristen-Bootstour meines Lebens! Wir bekamen sogar Studenten- UND Gruppenrabatt und mussten so nur 50% des Preises pro Person zahlen! Es war wirklich super und wir haben eine Menge interessante Geschichten über Dänemark und Kopenhagen gehört. Zum Beispiel, dass nach dem dänischen König Harald Blåtand, der um 970 regierte die Bluetooth-Technologie benannt ist (blå = blau, tand = Zahn). Das Bluetooth Zeichen zeigt seine Initialen HB in Runenschrift. Er soll verfeindete Teile von Norwegen, Schweden und Dänemark vereint haben und so soll auch die Bluetooth-Technologie Menschen verbinden. Der schwedische Konzern Ericsson wirkte maßgeblich an der Entwicklung der Technologie mit und gab ihr diesen Namen.

Nach der 60-minütigen Erholung für die Beine gingen wir beim Wahrzeichen von Kopenhagen, der kleinen Meerjungfrau (den lille Havfrue) wieder an Land. Das Märchen der kleinen Meerjungfrau wurde 1837 vom dänischen Dichter Hans Christian Andersen geschrieben, der auch einige Jahre im Nyhavn wohnte (jetzt will ich es auch mal in seiner ursprünglichen Fassung lesen! <3). Die 125 cm große Bronzefigur verlor wie wir erfuhren seit ihrer Errichtung 1913 leider bereits zwei Mal ihren Kopf, wobei dieser ein Mal nicht wiedergefunden werden konnte und durch eine Kopie ersetzt wurde (sieht man ihr aber gar nicht an)! Ich persönlich fand es richtig schön, die kleine Meerjungfrau zu sehen. Disney hat sie natürlich ganz schön verändert ;)

Pizza <3

Nyhavn

Bootstour

Den lille havfrue

Direkt in der Nähe der kleinen Meerjungfrau ist eine Parkanlage, in der wir spazieren gingen. Kopenhagen ist wirklich schön und der Sonnenschein hat es nur noch besser gemacht :) Nach ein paar Gruppenfotos auf einer Windmühle machten wir uns dann schließlich auf den Rückweg zur Innenstadt. Der Disneyladen hatte leider schon wieder zu und auch ein anderer, höherer Turm, der wunderschön anzusehen ist, da die Treppen sich außen um den Turm winden, hatte geschlossen. Anders gesagt: Nachdem wir ewig durch Kopenhagen gelaufen sind, ohne etwas machen zu können, ging es zum Bahnhof und zurück nach Malmö :)

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Erst das Vergnügen, dann die Arbeit!

Es waren zwei wundervolle Tage und ich fühlte mich ganz leer, als Kathi und Yannic am Montag wieder abreisten (und mein Zimmer fühlte sich genau so an). Als würde das Wetter mit mir fühlen war es am Dienstag grau und nass. Für Besucher putzt sich Malmö immer besonders heraus, habe ich das Gefühl ;) Aber jetzt geht der Uni-Alltag weiter: Diese Woche hat die Projektphase angefangen, in der wir die Malmö University App erweitern und verbessern sollen! Dazu wurden wir in drei Gruppe à sechs Personen eingeteilt. Jede Gruppe hat Zuständigkeitsbereiche in der App und jede Gruppe soll die App um eine neue Funktion erweitern. Wir entschieden uns dafür, zu versuchen, die Speisepläne der verschiedenen Mensen in der App darzustellen. (Inspiration war für mich die App der Uni bremen, da dort die Speisepläne quasi der einzige Grund sind, wieso ich die App überhaupt nutze!) Mit meiner Gruppe bin ich bisher wirklich zufrieden! :) Fünf Wochen sind wirklich keine lange Zeit und es wird sicher noch eine Menge Arbeit, aber wenn die ganze Gruppe mitzieht könnte es wirklich gut werden! Das Projekt ersetzt bei mir übrigens eine Klausur oder Hausarbeit ;) Das heißt am Ende werde ich danach bewertet, wie viel ich während der Projektphase gearbeitet habe, wie viel Material wir während des Projekts produzieren und hochladen und wie gut unser Endergebnis ist. Kein Bericht, keine umfangreiche Dokumentation, nichts. Eine weitere Motivation mehr Arbeit in das Projekt selbst zu stecken :)

Heute werde ich auch ein bisschen was für das Projekt tun und später ist Schwedischkurs! Ansonsten sieht der Tag recht ruhig aus :) Deshalb komme ich auch mal dazu, diesen Blogeintrag zu schreiben, der vermutlich der bisher längste ist.

Macht’s gut ihr Lieben! Ich hoffe die Sonne scheint bei euch noch ein bisschen heller als bei mir :)

P.S.: Die ERASMUS-Förderung ist da. (Eigentlich gibt es 70% der Summe VOR Antritt des Auslandsaufenthaltes – knappe 2 Monate Verspätung also, aber immerhin doch kein Weihnachtsgeschenk!)

2 thoughts on “Zwei Monate in Malmö – Zeit für ein Touristen-Wochenende!

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